Porträt
AlpenWoche 2016

Alpen & Menschen

Geigelstein(c)Kattari

Die vielfältigen Aspekte der Beziehung zwischen den Alpen und den Menschen, die dort leben, arbeiten und sich erholen standen im Zentrum der vierten AlpenWoche 2016, die im Oktober in Grassau/Achental (Deutschland) stattgefunden hat. Die Menschen in den Alpen stehen heute vor großen Herausforderungen, zugleich sind sie die Schlüsselpersonen, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Die AlpenWoche bietet die Gelegenheit, bisherige Erfahrungen auszutauschen und daraus neue Lösungsansätze zu entwickeln, die den speziellen alpinen Gegebenheiten und dem natürlichen und sozoio-kulturellen Erbe Rechnung tragen. Um die Vielfalt der Handlungsansätze und Möglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung aufzuzeigen und zu diskutieren, lud die AlpenWoche zu einem breiten und offenen Dialog ein, bei dem die Handlungsfelder Demographie, Kultur und Lebensqualität im Vordergrund standen.

Chiemseedelta(c)Oekomodell-Achental

Alpen & Demographie

Der demographische Wandel gilt als eine der größten Herausforderungen, vor denen die Alpen stehen. Wer sind die derzeitigen und zukünftigen Bewohner, was für Lebensentwürfe haben sie? Wie kann die soziale Vielfalt (Geschlechter, Generationen, Zuwanderer…) besser genutzt werden, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung der Alpenregion zu stärken? Was für einen Einfluss hat der demographische Wandel auf das Sozialkapital, den Zusammenhalt und die Innovation(skraft) von alpinen Regionen, auf Siedlungsstrukturen (Entvölkerung, Zersiedlung), Landnutzung, Naturschutz und Mobilität? Wie können staatliche und nicht-staatliche Akteure helfen, diesen Wandel zu steuern, zum Beispiel im Rahmen der Raumordnungspolitik?

Alphornblaeser(c)Kattari

Alpen & Kultur

Kultur kann eine wichtige Ressource und ein Instrument zur Regionalentwicklung sein. Die Wohnkultur, die künstlerische Kultur, die Kultur der Zusammenarbeit, das Kulturerbe einschließlich der alpinen Architektur und der Kulturlandschaft oder die kulturelle Vielfalt und Heterogenität sind Aspekte, über die nachgedacht werden sollte. Was für spezifische Eigenheiten besitzen„alpiner Kulturen“? Welche „wirklichen“ kulturellen Erfahrungen der Alpenbewohner und -besucher verstecken sich hinter der Fassade, die weltweit touristisch vermarktet wird? Wie kann Kultur in all ihren verschiedenen Formen gestärkt werden, um nachhaltige Regionalentwicklung in den Alpen zu unterstützen?

Chiemsee2(c)Kattari

Alpen & Lebensqualität

Lebensqualität, Wohlbefinden, Fürsorge und Gesundheit sind unverzichtbar, um lebendige und dynamische Gesellschaften in alpinen Regionen zu erhalten. Allerdings sind gemeinsame Definitionen und der Erhalt hoher Qualität in Zeiten finanzieller Schwierigkeiten eine Herausforderung. Welche Kriterien können helfen, um die spezifischen Aspekte von Lebensqualität in den Alpen besser zu beschreiben? Was für einen Einfluss haben Grundversorgung, Mobilität sowie wirtschaftliche, demographische und sozialen Faktoren? Wie können Umwelt und Ökosystemdienstleistungen helfen, die Lebensqualität in den Alpen zu erhöhen? Welche Chancen und Gefahren für die Lebensqualität birgt der Klimawandel? Welche sozialen und wirtschaftlichen Neuerungen müssen angestoßen und gefördert werden, um zukünftigen Generationen eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen, ohne der alpinen Umwelt weiteren Schaden zuzufügen?

AlpenWoche: seit 2004

Die AlpenWoche ist eine internationale Veranstaltung, die sich neuen und vielversprechenden Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen widmet. Sie wird von wichtigen alpinen Organisationen, die sich für regionale und nachhaltige Entwicklung engagieren, gemeinsam organisiert und findet alle vier Jahre statt. Die Veranstaltung bringt die wichtigsten alpinen Interessenvertreter zusammen, die die Gelegenheit nutzen, neue Ideen auszutauschen und Zusammenarbeit weiter zu entwickeln.

Organisatoren

Allianz in den Alpen, Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention, Interreg Alpine Space Programm, Verband Alpenstadt des Jahres, CIPRA International, Club Arc Alpin (CAA), ISCAR Alpenforschung, Ökomodell Achental.

Finanzielle Unterstützung

Bundeministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Deutschland Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Bayern.