Session 18
Lasst unsere Region nicht sterben!

Sprache, Emotionen und Tabus als wertvolle Ressourcen für die regionale Entwicklung

Session 18
Problemregion, Region im Abwärtstrend, Schrumpfungsgebiet, Peripherie – die Sprache über Regionen mit Bevölkerungsrückgang ist zumeist negativ geprägt. Die Begriffe entstammen einer überwiegend ökonomisch orientierten Sicht und Bewertung. Ihre Verwendung in der Planung und auch im öffentlichen Gebrauch prägt die Wahrnehmung und trägt zur Negativspirale bei – denn Sprache schafft Wirklichkeit.
Abwanderung, Arbeitsplatzverluste, Gebäudeleerstand, das Schliessen von Einrichtungen und das Zuwachsen von landwirtschaftlichen Flächen erzeugen starke Emotionen wie zum Beispiel Angst und Trauer. Für diese Emotionen gibt es in der Regionalentwicklung in der Regel keinen Platz und keine Instrumente. Der Raumplanung und Regionalentwicklung fällt es schwer, mit Schrumpfungsprozessen konstruktiv umzugehen oder diese gar zu akzeptieren und in ihre Konzepte zu integrieren, solange alles auf Wachstum ausgerichtet ist. Stattdessen werden diese Phänomene tabuisiert, Begriffe wie «Rückbau» oder «Wildnis» aus offiziellen Dokumenten verbannt. Die Tabuisierung wiederum blockiert Chancen und Res¬sourcen für neue Aufbrüche und positive Veränderungsprozesse.
Wie können wir Sprache und Emotionen dazu nutzen, Tabus aufzuweichen, neue Zugänge zu ermöglichen und verborgene Potenziale von Regionen freizusetzen?


Moderator: Barbara Ebetsberger De Dominicis, Wolfgang Pfefferkorn

Organisation: Rosinak&Partner and Barbara Ebetsberger
Kontakt: Barbara Ebetsberger, Wolfgang Pfefferkorn

13.10.2016
IT DE
Kleiner Heftersaal