Eröffnung und Plenarsitzung

Mittwoch, 12.10.2016, 9:30-12 Uhr

Begrüßung und Eröffnung

Thomas Scheurer, ISCAR

 

Staffelübergabe von der AlpenWoche 2012 in Poschiavo

Cassiano Luminati, Polo Poschiavo

 

Input 1

Wie schafft die Alpenbevölkerung die (große) Transformation?

Harald Welzer, FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit

 

Input 2

Die Alpen – ein Kulturthema. Warum wir ohne Kultur nicht über die Alpen sprechen können

Bernhard Tschofen, Universität Zürich, ISEK – Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft

Die Alpen sind das kulturell am meisten durchformte Gebirge der Welt. Das bestimmt sowohl die alpine Gegenwart in all ihren Widersprüchen als auch das Versprechen, mit dem uns die Alpen nach wie vor locken. Der Vortrag skizziert ihre Anthropologie und diskutiert ihre offensichtlich überaus robuste Strahlkraft. Er fragt angesichts aktuell gegenläufiger Entwicklungen und konkurrierender Nutzungsansprüche nach den gesellschaftlichen Herausforderungen, die sich damit verbinden – in den Alpen selbst, vor allem aber auch für einen erweiterten Alpenraum.

 

Input 3

Abgelegenes Dorf und urbaner Hotspot : Fluch oder Segen?

Sandrine Percheval, Development association « l’Adrets » & Anne Lassman-Trappier, Environn’Mont Blanc

Sandrine Percheval und Anne Lassman-Trappier wohnen und leben in den französischen Alpen. Die Eine in einer ländlichen Region mit abgelegenen Dörfern und die Andere in einem urbanen Hotspot, einer Hochburg des alpinen Tourismus und entlang einer internationalen Transitroute für den motorisierten Verkehr. Sie tragen beide auf Ihrer Art und Weise dazu bei, die Lebens- und Umweltqualität zu verbessern, auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen Unternutzung und Ausbeutung.
Mit ihren beiden Stimmen erzählen sie von zwei sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen im Hinblick auf Wohnen, Umweltqualität, Mobilität, Dienstleistungen, Landwirtschaft, Tourismus. Was sind die größten Schwierigkeiten für die BewohnerInnen? Welche Vorteile bieten die eine und die andere Lebensrealität? Welche Lösungen entwickeln die BewohnerInnen, um mit den Herausforderungen umzugehen und eine Balance zwischen Unternutzung und Ausbeutung zu finden? Und welche Rolle spielen dabei die lokalen Gebietskörperschaften?